Schliessung August 2015

Das Alpamare wurde am 30. August 2015 geschlossen. Die Hintergründe hierfür sind:

Die Wettbewerbsfähigkeit des Alpamare als Freizeitbad in seiner heutigen Ausprägung ist nicht mehr gegeben.

Slide0

Vor dem Hintergrund, dass der Wettbewerb in der deutschen Bäderlandschaft verzerrt wird durch kommunal finanzierte Bäder, können privat betriebene Bäder sich nur strategisch erfolgreich positionieren über Grösse und neue Attraktionen.

Slide1

Dieses Phänomen des Erfolg durch Grösse sieht man überall in der Freizeitbranche, wie die Beispiele Therme Erding und Europapark eindrucksvoll belegen.

Der Standort „Bad Tölz“ und die Lage des Alpamare in Bad Tölz erlauben kein weiteres Wachstum, die Weiterführung der Innovationsführerschaft des Alpamare wurde damit verhindert.

Hinzu kommen – aufgrund der Lage – die unbefriedigende Parkplatzsituation und die Immissionsschutz-Problematik im ehemaligen Kur- / heutigen Wohngebiet. Zusätzlich erschwerend ist die missliche Lage des Tourismus in der Region, der geprägt ist durch kontinuierlich rückläufige Übernachtungszahlen.

Eine Umwandlung des Alpamare zu einem kleineren, spezialisierteren „Boutique-Bad“ als Infrastruktur für den regionalen Tourismus wäre von kommunaler Finanzierung abhängig gewesen. In zwei Versuchen, 2009 und 2013, wurden auf Wunsch der Stadt Planungen entwickelt und Verhandlungen geführt.

Es hat sich relativ bald herauskristallisiert, dass ein Teil des Stadtrats mit dem heutigen Standort des Alpamare unglücklich ist, und deshalb den Neubau auf der grünen Wiese bevorzugt hat. Man verspricht sich davon eine einfachere Situation bezüglich Parkplätze, Öffnungszeiten am Abend etc.

Die städtischen Pläne werden dazu führen, dass sich eine etwaige touristische Entwicklung vollständig aus dem historisch gewachsenen Badeteil löst und an einem anderen Standort neu aufgebaut wird. Damit ergibt sich ganz selbstverständlich, dass auf den Grundstücken der Jodquellen AG keine weitere touristische Nutzung sinnvoll ist.

Mit dem Betriebsrat der Alpabob GmbH & Co KG wurde ein Sozialplan verhandelt, der für alle Mitarbeiter eine ausgewogene Abfindung beinhaltet, um so die Unsicherheit einer neuen Stellensuche zu überbrücken. Desweiteren hat die Geschäftsführung eine Vielzahl von Massnahmen in die Wege geleitet, um den Alpamare-Mitarbeitern bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz zu helfen:

  • Kontakt mit anderen Bäderbetrieben und vergleichbaren Einrichtungen, Präsentationen der Betriebe vor Ort
  • Bewerbungstrainings / Unterstützung bei der Zusammenstellung von Bewerbermappen
  • Bezahlte Freistellung für Bewerbungsgespräche

Wir sind dankbar, dass sich für praktisch alle Mitarbeiter eine gute Lösung in kürzester Zeit ergeben hat.